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Begleitung durch das Unfassbare Wenn Eltern mit dem Tod ihres Säuglings oder der Geburt ihres toten Kindes konfrontiert werden, so erleben sie zunächst grenzenlosen Schmerz und völlige Leere. Sie fühlen sich von Gott und der Welt verlassen. Ihre Liebe und Fürsorge hat ihr Ziel verloren. – Ganz ähnlich kann es auch werdenden Müttern und Vätern ergehen, wenn es zur Fehlgeburt kommt. Selbst wenn die Schwangerschaft nur einige Wochen oder Monate dauerte, so hatten sich doch Körper und Seele der Mutter bereits darauf eingestellt und für die werdenden Eltern kann der Verlust schwer zu verkraften sein. In dieser Situation bietet der SkF Karlsruhe im Rahmen der Schwangerschaftsberatung eine Wegbegleitung an, indem Betroffenen ein Schutzraum zur Verfügung gestellt wird, in dem unter fachkundiger Begleitung die Trauer zugelassen werden kann. Die Beraterinnen wissen, dass kein lebendes Kind ein totes Kind ersetzen kann und dass die wohlmeinenden Worte von Freunden: "Du kannst doch noch Kinder kriegen" oder "Sei froh, dass du schon Kinder hast" in die Wunde treffen, da sie nahe legen, dass es nicht erlaubt ist, um dieses tote Kind zu trauern. Wie in den bisherigen Beratungen immer wieder deutlich wurde, können die Wunden nur heilen, wenn die Betroffenen bereit sind, sich dem Schmerz zu stellen. Die Länge dieses Prozesses und der Wechsel zwischen depressiven Phasen und neuem Lebensmut kann für die Angehörigen und Freunde, die den Betroffenen zur Seite stehen, zur Überforderung werden. Auch die Partnerschaft muss eine besondere Belastungsprobe aushalten, da jeder Mensch anders trauert und es nicht immer möglich ist, sich gegenseitig die Unterstützung zu geben, die so sehnlichst gewünscht wird. Die Trauerbegleitung wird individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt und ist kostenlos und unabhängig von Konfession und Nationalität. Das Ziel besteht darin, den Eltern Mut zu machen, durch das Tal der Trauer zu gehen, damit sie einen neuen Horizont erblicken können. Nicht immer ist eine weitere Schwangerschaft möglich oder ratsam. Dann kann auch die Zuwendung zu Tieren, die Rückkehr in den Beruf oder das Engagement als Pflegemutter neue Perspektiven eröffnen. Ansprechpartnerin: Fax 0721/ 91375/ 75 oder Mail: basler@skf-karlsruhe.de (Dieses Angebot gilt auch für die Angehörigen oder Freunde, die sich betroffen fühlen oder Rat suchen, wie sie den Eltern helfen können.) |
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